Die höchsten Berge Deutschlands Tabelle: Höhe, Gebirge & Zugänglichkeit von Zugspitze bis Watzmann 2026

Deutschland ist vor allem für seine Mittelgebirge bekannt, besitzt im Süden aber auch einen Teil der Alpen. Die höchsten deutschen Berge befinden sich deshalb fast ausschließlich in Bayern. An der Spitze steht die Zugspitze mit 2.962 Metern im Wettersteingebirge. Dahinter folgen weitere markante Gipfel wie Hochwanner, Watzmann und Hochkalter.

Für die Rangfolge ist allerdings eine Besonderheit wichtig: Einige hohe Gipfel liegen unmittelbar an der deutsch-österreichischen Grenze. Außerdem werden bestimmte Nebengipfel der Zugspitze nicht immer als eigenständige Berge betrachtet. Der Deutsche Alpenverein weist beispielsweise darauf hin, dass Schneefernerkopf und Wetterspitzen höher als der Hochwanner sind, aber eher als Nebengipfel der Zugspitze eingeordnet werden. (Alpenverein)

Die höchsten Berge Deutschlands 2026 im Überblick

Die folgende Tabelle orientiert sich an den eigenständigen beziehungsweise gebräuchlich als Berge geführten Gipfeln.

Rang Berg Höhe Gebirge Lage Zugänglichkeit
1 Zugspitze 2.962 m Wettersteingebirge Bayern/Österreich sehr gut erschlossen, Bergbahnen
2 Hochwanner 2.744 m Wettersteingebirge Bayern/Tirol anspruchsvolle Bergtour
3 Watzmann-Mittelspitze 2.713 m Berchtesgadener Alpen Bayern anspruchsvoll, alpine Erfahrung
4 Leutascher Dreitorspitze 2.682 m Wettersteingebirge Bayern/Tirol anspruchsvolle alpine Tour
5 Hochfrottspitze 2.649 m Allgäuer Alpen Bayern/Tirol anspruchsvolle Bergtour
6 Mädelegabel 2.645 m Allgäuer Alpen Bayern/Tirol anspruchsvolle Bergtour
7 Großer Hundstod 2.593 m Berchtesgadener Alpen Bayern/Salzburg alpine Bergtour
8 Hochkalter 2.607 m Berchtesgadener Alpen Bayern anspruchsvolle Bergtour
9 Östliche Karwendelspitze 2.538 m Karwendel Bayern/Tirol anspruchsvolle alpine Tour
10 Krottenkopf 2.086 m Estergebirge Bayern Bergwanderung
11 Großer Arber 1.456 m Bayerischer Wald Bayern vergleichsweise leicht erreichbar
12 Feldberg 1.493 m Schwarzwald Baden-Württemberg sehr gut erschlossen

Bei der Auflistung der Alpenberge muss zwischen Grenzgipfeln und Bergen mit ihrem höchsten Punkt auf deutschem Staatsgebiet unterschieden werden. Außerdem ist die Rangfolge bei Gipfelgruppen nicht immer identisch mit touristischen Berglisten. Der DAV nennt beispielsweise Hochfrottspitze und Mädelegabel als die höchsten bayerischen Gipfel im Allgäu. (Alpenverein)

Zugspitze: Deutschlands höchster Berg

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands. Sie befindet sich im Wettersteingebirge südwestlich von Garmisch-Partenkirchen. Über dem Gipfel verläuft die deutsch-österreichische Grenze. Die erste dokumentierte Besteigung erfolgte 1820. (Alpenverein)

Im Gegensatz zu vielen anderen hohen Bergen Deutschlands ist die Zugspitze außergewöhnlich gut erschlossen. Besucher können den Gipfel unter anderem mit der Seilbahn Zugspitze, der Zahnradbahn und der Gletscherbahn erreichen. Damit ist der Gipfel auch ohne lange alpine Bergtour zugänglich. (Zugspitze)

Für Wanderer existieren dagegen mehrere anspruchsvolle Aufstiegsvarianten. Der DAV weist ausdrücklich darauf hin, dass ausgesetzte Stellen und alpine Gefahren nicht unterschätzt werden sollten. (Alpenverein)

Zugspitze: Daten und Zugänglichkeit

Merkmal Angabe
Höhe 2.962 m
Gebirge Wettersteingebirge
Bundesland Bayern
Grenze Deutschland/Österreich
Erstbesteigung 1820
Seilbahn Ja
Zahnradbahn Ja
Wanderaufstieg Ja
Schwierigkeit des klassischen Aufstiegs anspruchsvoll

Für 2026 bietet die Bayerische Zugspitzbahn weiterhin verschiedene Möglichkeiten zur Berg- und Talfahrt an. Das aktuelle Zugspitze-Ticket umfasst beispielsweise eine Berg- und Talfahrt und kann für verschiedene Varianten der Rundreise genutzt werden. (Zugspitze)

Hochwanner: Der zweithöchste eigenständige Gipfel

Der Hochwanner erreicht rund 2.744 Meter und befindet sich im Wettersteingebirge. Der Gipfel liegt an der deutsch-österreichischen Grenze.

Bei Listen der höchsten Berge Deutschlands ist die Einordnung etwas komplexer. Der DAV nennt den Hochwanner als zweithöchsten bayerischen Berg, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass Schneefernerkopf und Wetterspitzen mit 2.875 beziehungsweise 2.747 Metern höher sind, wenn diese als eigenständige Gipfel betrachtet werden. Sie werden jedoch eher als Nebengipfel der Zugspitze angesehen. (Alpenverein)

Der Hochwanner ist deutlich weniger touristisch erschlossen als die Zugspitze. Eine Besteigung erfordert alpine Erfahrung und eine gute Einschätzung von Wetter, Gelände und Orientierung.

Watzmann: Der bekannteste Berg der Berchtesgadener Alpen

Der Watzmann ist 2.713 Meter hoch. Seine Mittelspitze bildet den höchsten Punkt des Massivs. Der Berg liegt im Nationalpark Berchtesgaden und gehört zu den bekanntesten deutschen Alpenbergen.

Der DAV bezeichnet den Watzmann als höchsten Berg des Berchtesgadener Landes. Das Massiv liegt südlich von Berchtesgaden und erstreckt sich über das Gebiet von Berchtesgaden, Schönau am Königssee und Ramsau. (Alpenverein)

Besonders bekannt ist die Watzmann-Überschreitung über Hocheck, Mittelspitze und Südspitze. Diese Route ist keine einfache Wanderung. Der DAV empfiehlt für die Überschreitung alpine Erfahrung, gute Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. (Alpenverein)

Merkmal Watzmann
Höhe 2.713 m
Höchster Punkt Mittelspitze
Gebirge Berchtesgadener Alpen
Bundesland Bayern
Schutzgebiet Nationalpark Berchtesgaden
Zugänglichkeit anspruchsvolle Bergtour
Bekannte Route Watzmann-Überschreitung

Hochkalter: 2.607 Meter über dem Berchtesgadener Land

Der Hochkalter erreicht 2.607 Meter und befindet sich ebenfalls in den Berchtesgadener Alpen. Er steht dem Watzmann geografisch nahe und bildet gemeinsam mit anderen Gipfeln eine markante Hochgebirgslandschaft rund um Ramsau und das Blaueisgebiet.

Der DAV führt den Hochkalter mit 2.607 Metern in seinen aktuellen Informationen zum Bergsteigerdorf Ramsau auf. (Alpenverein)

Der Berg ist deutlich weniger bequem zugänglich als die Zugspitze. Je nach Route sind alpine Erfahrung und sichere Verhältnisse erforderlich.

Hochfrottspitze und Mädelegabel im Allgäu

Die Hochfrottspitze ist mit 2.649 Metern der höchste Gipfel der Allgäuer Alpen auf deutscher Seite beziehungsweise am deutsch-österreichischen Grenzkamm. Direkt dahinter folgt die Mädelegabel mit 2.645 Metern.

Beide Berge befinden sich im Bereich der Allgäuer Alpen und sind wesentlich stärker von klassischen Bergtouren geprägt als die touristisch erschlossene Zugspitze. Der DAV nennt beide Gipfel ausdrücklich als die höchsten bayerischen Gipfel im Allgäu. (Alpenverein)

Die höchsten Berge nach Gebirgsgruppen

Deutschlands höchste Berge konzentrieren sich auf mehrere Gebirgsgruppen der Bayerischen Alpen.

Gebirgsgruppe Bedeutender hoher Gipfel Höhe
Wettersteingebirge Zugspitze 2.962 m
Wettersteingebirge Hochwanner 2.744 m
Berchtesgadener Alpen Watzmann-Mittelspitze 2.713 m
Allgäuer Alpen Hochfrottspitze 2.649 m
Allgäuer Alpen Mädelegabel 2.645 m
Berchtesgadener Alpen Hochkalter 2.607 m
Karwendel Östliche Karwendelspitze ca. 2.538 m
Bayerischer Wald Großer Arber 1.456 m
Schwarzwald Feldberg 1.493 m

Damit wird deutlich, wie groß der Höhenunterschied zwischen den deutschen Alpen und Mittelgebirgen ist. Der höchste Gipfel des Bayerischen Waldes, der Große Arber, erreicht beispielsweise 1.456 Meter. Im Schwarzwald ist der Feldberg mit 1.493 Metern die höchste Erhebung. (Alpenverein)

Zugänglichkeit: Vom Ausflugsberg bis zur alpinen Tour

Nicht jeder hohe deutsche Berg ist automatisch schwierig zu erreichen. Entscheidend sind Route, Jahreszeit, Wetter, Erfahrung und technische Anforderungen.

Sehr gut zugänglich: Zugspitze

Die Zugspitze ist durch mehrere Bergbahnen erschlossen. Wer ausschließlich den Gipfel erleben möchte, muss keine mehrstündige Bergtour unternehmen. Gleichzeitig existieren anspruchsvolle Wander- und Kletterrouten für erfahrene Bergsteiger. (Zugspitze)

Anspruchsvoll: Watzmann

Beim Watzmann sieht die Situation anders aus. Die berühmte Überschreitung verlangt alpine Erfahrung, Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. (Alpenverein)

Alpine Erfahrung erforderlich: Hochkalter und Hochwanner

Bei Hochkalter und Hochwanner stehen klassische alpine Anforderungen stärker im Vordergrund. Hier sollte die Route anhand der aktuellen Verhältnisse geplant werden.

Wanderfreundlichere Mittelgebirge

Wer hohe Gipfel mit weniger alpinem Anspruch sucht, findet im Bayerischen Wald oder Schwarzwald gute Alternativen. Der Große Arber und der Feldberg liegen zwar deutlich niedriger, sind aber touristisch gut erschlossen und über zahlreiche Wanderwege erreichbar.

Zugänglichkeit im direkten Vergleich

Berg Höhe Zugang ohne Bergbahn Alpine Erfahrung
Zugspitze 2.962 m Ja, mehrere Routen je nach Route erforderlich
Hochwanner 2.744 m Ja erforderlich
Watzmann 2.713 m Ja erforderlich
Hochkalter 2.607 m Ja je nach Route erforderlich
Hochfrottspitze 2.649 m Ja erforderlich
Mädelegabel 2.645 m Ja erforderlich
Großer Arber 1.456 m Ja normalerweise keine alpine Erfahrung
Feldberg 1.493 m Ja normalerweise keine alpine Erfahrung

Die Tabelle beschreibt die grundsätzliche Charakteristik und ersetzt keine aktuelle Tourenplanung. Gerade in den Alpen können Schnee, Eis, Gewitter, Steinschlag oder schlechte Sicht die Anforderungen erheblich verändern.

Höchste Berge Deutschlands: Alpen oder Mittelgebirge?

Die Antwort hängt davon ab, welche Kategorie betrachtet wird. Der höchste deutsche Berg ist eindeutig die Zugspitze. Sie liegt fast 1.500 Meter über dem Feldberg und mehr als 1.500 Meter über dem Großen Arber.

Die Mittelgebirge haben jedoch ihre eigenen höchsten Erhebungen:

Gebirge Höchster Gipfel Höhe
Alpen Zugspitze 2.962 m
Schwarzwald Feldberg 1.493 m
Bayerischer Wald Großer Arber 1.456 m
Erzgebirge, deutscher Teil Fichtelberg 1.215 m
Harz Brocken 1.142 m
Fichtelgebirge Schneeberg 1.051 m
Oberpfälzer Wald Kreuzfelsen 938 m
Rhön Kreuzberg 927 m

Der Deutsche Alpenverein führt diese Gipfel in seiner Übersicht der deutschen Mittelgebirge ebenfalls auf. (Alpenverein)

Warum die Rangliste nicht immer gleich aussieht

Bei Listen der höchsten Berge Deutschlands können unterschiedliche Reihenfolgen auftauchen. Grund dafür ist vor allem die Frage, welche Nebengipfel und Untergipfel als eigenständige Berge gezählt werden.

Ein gutes Beispiel ist das Zugspitzmassiv. Der DAV nennt den Schneefernerkopf mit 2.875 Metern und die Wetterspitzen mit 2.747 Metern, ordnet beide jedoch eher als Nebengipfel der Zugspitze ein. (Alpenverein)

Für eine klassische Liste der höchsten eigenständigen deutschen Berge wird deshalb normalerweise die Zugspitze an erster Stelle genannt, gefolgt von Hochwanner und Watzmann.

Fazit

Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern Deutschlands höchster Berg. Sie gehört zum Wettersteingebirge und ist durch Seilbahn, Zahnradbahn und Gletscherbahn außergewöhnlich gut erschlossen. (Alpenverein)

Mit dem Hochwanner (2.744 m) und der Watzmann-Mittelspitze (2.713 m) folgen zwei deutlich anspruchsvollere Gipfel. Der Watzmann ist dabei einer der bekanntesten deutschen Berge und Teil der Berchtesgadener Alpen. Seine Überschreitung stellt deutlich höhere Anforderungen als ein Besuch des Zugspitzgipfels mit der Bergbahn. (Alpenverein)

Wer weniger alpine Erfahrung besitzt, findet mit Feldberg und Großem Arber attraktive Alternativen in den deutschen Mittelgebirgen. Die Höhen sind zwar geringer, dafür sind viele Wege einfacher und ganzjährig beziehungsweise saisonal gut zugänglich.

Quellen und weiterführende Informationen

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein